Weihnachtstraditionen

Für viele Menschen ist die Weihnachtszeit die schönste Zeit im Jahr: Es duftet verführerisch nach Zimt, Vanille und Lebkuchen, das Haus wird stimmungsvoll geschmückt und für das grosse Fest herausgeputzt. Bei uns beginnt die Weihnachtszeit traditionell mit dem ersten Advent. Rechtzeitig wird die Wunschliste fürs Christkind geschrieben, das am 24. Dezember die Geschenke unter den geschmückten Tannenbaum legt. Viele Schweizer Familien essen an Heiligabend Fondue chinoise, gehen in die Mitternachtsmesse und kommen am 25. Dezember, dem ersten Weihnachtstag zusammen, um mit Grosseltern, Tanten, Onkeln, Cousinen und Geschwistern im grossen Stil zu feiern.

Glögg und Panettone

Viele Traditionen haben sich durch die Internationalisierung verändert. Manche werden auch aus anderen Kulturkreisen übernommen. Der Panettone beispielsweise, ursprünglich eine norditalienische Weihnachtstradition, hat mittlerweile auch bei uns seinen festen Platz. Genauso wie es kaum einen Weihnachtsmarkt ohne den skandinavischen Glühwein Glögg gibt.

Geschenke gehören zu Weihnachten wie Lametta zum Christbaum. Aber auch hier gibt es regionale und kulturelle Unterschiede: In den Niederlanden beispielsweise findet die Bescherung am «Pakjesavond» (Geschenkeabend) am 5. Dezember statt, am Vorabend des St.- Nikolaustages. Der Sinterklaas («Samichlaus») kommt mit dem Zwarte Piet («Schmutzli») per Schiff aus Spanien und bringt in einem grossen Sack die Geschenke mit. In Deutschland ist es entweder der Weihnachtsmann oder das Christkind, die für die Bescherung zuständig sind. In Schweden brachte früher der Julbock, ein Ziegenbock, Geschenke, heute macht dies der Weihnachtsmann, der Julbock hilft ihm dabei. In Skandinavien wird zudem gerne getanzt – Hand in Hand, um den Baum, dazu singt man Weihnachtslieder.

Wer findet die Mandel?

Ein typischer kulinarischer Weihnachtsbrauch aus Frankreich ist die «Bûche de Noël»: Ein Schokoladenkuchen in der Form eines Baumstamms, den man an Weihnachten zum Dessert auftischt. Früher war es in Frankreich üblich, an Weihnachten ein Weihnachtsscheit im Kamin zu verbrennen. Dieser Brauch wurde über die Jahre in eine essbare Tradition abgewandelt. Übrigens, vom französischen Begriff «Riz à l’amande» abgeleitet, wird in Dänemark an Heiligabend «Risalamande» gegessen: Jedes Familienmitglied bekommt einen Teller Milchreis. In einer Portion ist eine Mandel versteckt. Wer sie findet, erhält eine Überraschung.

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